


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,
Prävention und Gesundheitsförderung stehen aktuell so deutlich wie lange nicht auf der politischen Agenda. Gleichzeitig zeigen nationale und internationale Vergleiche: Deutschland nutzt seine Präventionspotenziale weiterhin nicht konsequent. Umso wichtiger ist es, jetzt klare Prioritäten zu setzen und vorhandenes Wissen entschlossen in Handeln zu übersetzen.
Mit dem in dieser Ausgabe vorgestellten gemeinsamen Forderungspapier appelliert die BVPG gemeinsam mit der Bundesärztekammer und dem Forum Gesundheitsziele der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. unter dem Titel „Gesundheit gestalten statt verwalten – Prävention jetzt strukturell stärken” an die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern. Prävention braucht verbindliche Rahmenbedingungen, ressortübergreifende Zusammenarbeit und die konsequente Umsetzung evidenzbasierter Maßnahmen.
Auch die weiteren Beiträge dieses Newsletters unterstreichen den Handlungsbedarf: Der Public-Health-Index, diskutiert unter anderem beim Kongress Armut und Gesundheit und beim AOK-Präventionsgipfel, macht den Rückstand Deutschlands im europäischen Vergleich sichtbar. Zugleich zeigen viele Initiativen – von der Alkoholprävention über den Hitzeschutz bis zur gesundheitlichen Chancengerechtigkeit –, wie wirksam Prävention sein kann, wenn sie strukturell verankert wird.
Der Weltgesundheitstag 2026 erinnert uns daran, wie wichtig verlässliche Daten und wissenschaftliche Evidenz für gesundheitspolitische Entscheidungen sind. Prävention braucht Engagement – und den Mut, nach gesicherten Erkenntnissen zu handeln.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine interessante Lektüre.
Ihre BVPG-Redaktion

Mit einem Forderungspapier wenden sich die Bundesärztekammer, das Forum Gesundheitsziele der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. und die BVPG gemeinsam an die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern. Die unterzeichnenden Organisationen fordern: Prävention darf kein Randthema bleiben, sondern muss verbindlich und wirksam als zentrale Aufgabe staatlicher Gesundheitspolitik verankert werden.

Public-Health-Index: Deutschland auf Rang 17 – was folgt daraus? Die vielfältig besetzte Podiumsdiskussion beim Kongress Armut und Gesundheit wurde von Stefan Bräunling (Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes) und Dr. Gisela Nellessen-Martens (BVPG) im Nachgang gemeinsam mit den Beteiligten verdichtet und zusammengefasst.



Am 11. Juni 2026 ruft ein breites Bündnis von Institutionen und Verbänden, zu dem auch die BVPG gehört, zum bundesweiten Hitzeaktionstag auf. Unter dem Motto „Gemeinsam vorsorgen für Extremhitze“ stehen Aufklärung und Vernetzung im Mittelpunkt, mit einem besonderen Fokus auf den Schutz vulnerabler Gruppen.


Dr. Sandra Zimmermann und Ceyda Ural vom WifOR Institute skizzieren in ihrem Gastbeitrag evidenzbasierte Perspektiven für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem. Prävention übernimmt dabei eine Schlüsselfunktion: Sie liefert messbare ökonomische Effekte, stabilisiert unsere Gesellschaft und ist entscheidend für eine nachhaltige Entwicklung.

Gemeinsam Gesundheit fördern! Wir begrüßen den Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO) und das Büro für Gesundheit und Prävention e.V. in unserem bundesweiten Präventions- und Gesundheitsförderungs-Netzwerk. Weitere Informationen zu unseren Mitgliedern und zur Mitgliedschaft finden Sie auf unserer Website.