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Allianz Alkoholprävention der DHS

BVPG unterstützt DHS-Positionspapier zur Alkoholprävention

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) hat gemeinsam mit 24 Organisationen ein Positionspapier mit zentralen Forderungen zur Alkoholprävention auf Basis der evidenzbasierten SAFER-Strategien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht. Die BVPG gehört zu den Mitzeichnenden.

Aufgeschlagene Broschüren
© fotofabrika - Fotolia.com

 

Alkoholkonsum verursacht erhebliche gesundheitliche, soziale und ökonomische Schäden. Mit rund zehn Litern Reinalkohol pro Kopf und Jahr zählt Deutschland zu den Hochkonsumländern der OECD. Die gesellschaftlichen Kosten werden auf etwa 57  Milliarden Euro jährlich geschätzt — das persönliche Leid der Betroffenen und ihrer Angehörigen bleibt dabei unberücksichtigt. Vor diesem Hintergrund hat die Allianz Alkoholprävention unter Federführung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) das Positionspapier „Erforderliche Maßnahmen zur Senkung der negativen Folgen des Alkoholkonsums“ erarbeitet. Es wurde am 25.  März 2026 gemeinsam mit 24 Organisationen aus Public Health, Gesundheitsförderung, Medizin, Suchthilfe und Zivilgesellschaft — darunter die BVPG — veröffentlicht.


Evidenzbasierte Strategien statt Einzelmaßnahmen

Das Positionspapier unterstreicht: Damit Prävention wirksam ist, braucht es ein umfassendes politisches Gesamtkonzept. Die Unterzeichnenden fordern daher die konsequente Umsetzung der von der WHO empfohlenen SAFER-Strategien. Dazu zählen die Einschränkung der Verfügbarkeit von Alkohol, strengere Maßnahmen gegen Alkohol im Straßenverkehr, der Ausbau von Frühintervention und Behandlung, umfassende Werbe- und Marketingbeschränkungen sowie Preisregulierungen durch Steuern oder Mindestpreise. Internationale Erfahrungen zeigen die hohe Wirksamkeit und Kosteneffizienz dieser Maßnahmen.


Schutz vulnerabler Gruppen stärken

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Schutz von Kindern, Jugendlichen und ungeborenem Leben. Dazu gehören unter anderem eine Anhebung des Mindestalters für den Alkoholkauf, die Abschaffung des begleiteten Trinkens sowie Einschränkungen des Alkoholkonsums in Anwesenheit von Minderjährigen. Entscheidend ist zudem die konsequente Kontrolle bestehender Jugendschutzregelungen.


Gemeinsames Engagement als Schlüssel

Das Positionspapier versteht sich als Auftakt für einen langfristigen, gemeinsamen Prozess, der politische wie gesellschaftliche Diskussionen anstoßen soll. Als Dachverband unterstützt die BVPG die Forderungen der Allianz und engagiert sich dafür, Prävention und Gesundheitsförderung strukturell in Politik, Fachöffentlichkeit und Praxis weiter zu verankern.


Weiterführende Beiträge

Quellen

Allianz Alkoholprävention (2026): Erforderliche Maßnahmen zur Senkung der negativen Folgen des Alkoholkonsums, beschlossen am 20. Februar 2026.

Autor/in

Inke Ruhe