29.07.2026 Interview mit Vorständin Christine Kreider
„Endlich erhalten Themen wie Zucker, Alkohol und Tabak Aufmerksamkeit“
Im Mai bestätigte die Mitgliederversammlung Christine Kreider in ihrem Amt als Beisitzerin im BVPG-Vorstand. Die Referentin für Prävention bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) ordnet im Interview die aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen ein und spricht über ihre Ziele für die bevorstehende Amtszeit.
Frau Kreider, warum haben Sie erneut für das Amt einer Beisitzerin im BVPG-Vorstand kandidiert?
Wir erleben erstmals seit vielen Jahren wieder eine ernsthafte und breite gesellschaftliche Debatte darüber, wie Prävention besser gestaltet werden kann. Dass Prävention aktuell spürbar an Bedeutung gewinnt, ist kein Zufall. Vielmehr ist es das Ergebnis jahrelanger gemeinsamer Anstrengungen. Gerade jetzt kommt es darauf an, diesen Rückenwind zu nutzen und die Entwicklungen aktiv voranzutreiben - daran will ich mitwirken. Ich bin überzeugt, dass der Vorstand mit seiner umfassenden Expertise hervorragend aufgestellt ist, um fundierte Impulse zu setzen und die Debatte mitzuprägen.
In welcher Rolle sehen Sie die BVPG in dieser Debatte?
Die BVPG hat sich als unverzichtbare Stimme in der Prävention und Gesundheitsförderung etabliert. In den vergangenen Jahren hat Dr. Kirsten Kappert-Gonther als Präsidentin maßgeblich dazu beigetragen, das Profil der BVPG zu prägen und zu stärken. Diese Rolle wollen wir selbstbewusst weiterentwickeln. In der aktuellen Übergangsphase wird ein erfahrener und eingespielter Vorstand für Stabilität und Kontinuität sorgen. Ich bin sicher, dass uns das sehr gut gelingt.
Auf welche inhaltlichen Schwerpunkte setzen Sie?
Gerade in der Suchtprävention, meinem Schwerpunkt bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), zeigt sich, wie entscheidend eine gute Vernetzung ist. In der aktuellen Debatte um verhältnispräventive Maßnahmen suchen viele wichtige Akteure die Zusammenarbeit mit der DHS und der BVPG.
Bei welchen konkreten Themen sehen Sie den größten Handlungsbedarf?
Es ist gut, dass Themen wie Zucker, Alkohol und Tabak endlich die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen. Gern bringe ich meine Erfahrung und Expertise auf diesem Themenfeld in die Arbeit des BVPG-Vorstands ein.
Was haben Sie sich für die nächsten drei Jahre vorgenommen?
Ich will mich in dieser Wahlperiode vor allem dafür einsetzen, dass in der Suchtprävention endlich mehr passiert - und nicht nur geredet wird. Wir brauchen konkrete Maßnahmen, die den Menschen wirklich helfen und ihre Gesundheit verbessern. Mir ist außerdem wichtig, dass die verschiedenen Akteure besser zusammenarbeiten. Nur wenn wir an einem Strang ziehen, kommen wir wirklich voran.
Mit unserer Interviewreihe stellen wir den neuen Vorstand der BVPG vor und zeigen, wer unseren Dachverband in den kommenden Jahren mitgestaltet.
Weitere Informationen zum BVPG-Vorstandsteam finden Sie in unserer Übersichtsseite.
