Prävention bei Kindern und Jugendlichen stärken
BVPG unterzeichnet offenen Brief zur Einführung einer Abgabe auf Süßgetränke
Die BVPG gehört zu den insgesamt 46 Verbänden aus den Bereichen Gesundheit, Wissenschaft, Kinder- und Verbraucherschutz, die in einem offenen Brief die Einführung einer nach Zuckergehalt gestaffelten Herstellerabgabe auf Süßgetränke zum Schutz der Kindergesundheit fordern.
Die Verbände nehmen Bezug auf die Initiative des CDU-Landesverbands Schleswig-Holstein, eine entsprechende Bundesratsinitiative anzustoßen und einen Antrag auf dem CDU-Parteitag (20./21. Februar) einzubringen und begrüßen diese ausdrücklich. Hintergrund sind die steigenden Zahlen ernährungsbedingter Erkrankungen und die damit verbundenen erheblichen gesellschaftlichen Folgekosten.
Zuckergesüßte Getränke gelten als wesentlicher Treiber für chronische Krankheiten wie Adipositas, Typ-2-Diabetes und Karies.Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ist der Konsum hoch. Eine gestaffelte Abgabe auf Herstellerseite würde den Zuckerkonsum reduzieren und könnte nach wissenschaftlichen Berechnungen hunderttausende Erkrankungen verhindern sowie erhebliche Kosten im Gesundheitssystem einsparen.
Die BVPG unterstützt den Appell, die Einführung einer Herstellerabgabe auf Süßgetränke zeitnah umzusetzen, um die Gesundheit insbesondere jüngerer Generationen nachhaltig zu stärken.
„Übergewicht und Adipositas sind bei Kindern und Jugendlichen weit verbreitet - besonders häufig sind Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus betroffen. Eine Herstellerabgabe auf Süßgetränke schützt die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr gesundheitlicher Chancengerechtigkeit. Hier muss die Gesellschaft Verantwortung übernehmen und Familien unterstützen“, sagt Dr. Gisela Nellessen-Martens, Geschäftsführerin der BVPG, zur Unterzeichnung des offenen Briefes „Mehr als 40 Verbände fordern: Kindergesundheit schützen, Limo-Abgabe einführen!“ (PDF).
