Gesundheitliche Chancengerechtigkeit
BVPG beim Kongress Armut und Gesundheit: Public Health Index zeigt Handlungsbedarf
Seit 1995 macht der Kongress Armut und Gesundheit gesundheitliche Ungleichheit sichtbar. Beim 31. Kongress am 16. und 17. März 2026 in Berlin diskutierte die BVPG gemeinsam mit Expertinnen und Experten im Panel „Public Health Index - wie kommen wir nach vorne?“, wie Prävention in Deutschland gestärkt werden kann.
Der Public Health Index von AOK-Bundesverband und Deutschem Krebsforschungszentrum zeigt: Deutschland liegt nur auf Platz 17 von 18 europäischen Ländern. Dieses Ergebnis ist ein deutliches Warnsignal für Politik und Gesellschaft, dass gesundheitliche Chancengerechtigkeit und Prävention stärkere Priorität benötigen.
In der Session „Der Public Health Index - wie kommen wir nach vorne?“ tauschten sich unter der Moderation von Stefan Bräunling, Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit, und BVPG-Geschäftsführerin Dr. Gisela Nellessen-Martens Expertinnen und Experten darüber aus, wie Deutschland seine Prävention wirksam stärken kann.
Mit dabei waren unter anderem Sabine Bösing von der BAG Wohnungslosenhilfe e.V., Oliver Huizinga vom AOK-Bundesverband, Prof. Dr. Heike Köckler von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gesundheit Bochum, Thomas Moormann vom Verbraucherzentrale Bundesverband, Prof. Peter von Philipsborn von der Universität Bayreuth sowie Prof. Dr. Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS.
Die Diskussion machte deutlich, dass die Mehrheit der Bevölkerung präventive Maßnahmen unterstützt, da sie gesunde Entscheidungen erleichtern, ohne Freiheitsrechte einzuschränken.
Gleichzeitig wurde betont, dass der wirtschaftliche Nutzen von Prävention stärker kommuniziert werden muss, da Investitionen in Gesundheit langfristig Kosten sparen.
Neben einer umfassenden Public-Health-Strategie ist es jetzt entscheidend, konkrete Maßnahmen wie die evidenzbasierten „Best Buys“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) umzusetzen, um Prävention in Deutschland effektiv voranzubringen.
Foto: (v.l.n.r.): Oliver Huizinga, AOK-Bundesverband; Sabine Bösing, BAG Wohnungslosenhilfe e.V; Prof. Peter von Philipsborn, Universität Bayreuth; Thomas Moormann, Verbraucherzentrale Bundesverband; Prof. Dr. Heike Köckler, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gesundheit Bochum; Prof. Dr. Hajo Zeeb, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS.
