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Interview mit Professorin Julika Loss | Statuskonferenz 2025

„Menschen begegnen im Alltag zahlreichen Barrieren, die Bewegung erschweren“

In Deutschland ist ein großer Teil der erwachsenen Bevölkerung sowie der Jugendlichen nicht ausreichend körperlich aktiv. Dabei kann regelmäßige Bewegung das Risiko zahlreicher nichtübertragbarer Erkrankungen reduzieren, betont Professorin Julika Loss, Robert Koch-Institut. Um allen Menschen gleichermaßen mehr körperliche Aktivität zu ermöglichen, müssen vor allem die Rahmenbedingungen verbessert werden.

Porträt Prof. Dr. Julika Loss, Robert Koch-Institut
© AÖGW | Malinka

 

Frau Professorin Loss, auf der BVPG-Statuskonferenz „Bewegung, Sport und Gesundheit“ haben Sie deutlich gemacht, dass das Bewegungsverhalten signifikante Unterschiede in Abhängigkeit von sozialen Faktoren aufweist. Wie prägen die sozialen Determinanten unsere körperliche Aktivität? Wie lassen sich diese wirksam beeinflussen?

Wie viel sich Menschen bewegen, hängt von verschiedenen sozialen Einflussfaktoren ab. Zu diesen Einflussfaktoren gehören Geschlecht, Alter sowie Einkommen, Bildung und Beruf. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Bewegungsempfehlungen häufiger in bestimmten Bevölkerungsgruppen erfüllt werden, dazu gehören beispielsweise Männer, Personen der mittleren oder oberen Bildungsgruppe sowie junge Menschen. Personen der unteren Bildungsgruppe bewegen sich seltener in der Freizeit und nutzen seltener das Fahrrad [1-3].

Diese Ungleichheiten können eine Vielzahl an Ursachen haben. Dazu zählen ein begrenzter Zugang zu Bewegungsangeboten, mangelnde finanzielle Mittel, aber auch ein Wohnumfeld, das Bewegung erschwert oder unattraktiv macht [4, 5]. Ob Menschen einen guten Zugang zu Bewegungsräumen wie Grünflächen oder Sportplätzen haben, unterscheidet sich zwischen Gemeinden oder Stadtvierteln. Außerdem kann bei Personen aus niedrigeren Bildungsgruppen eine hohe Arbeitsbelastung zu Zeitmangel führen [2]. Bestimmte Bevölkerungsgruppen profitieren daher weniger von den gesundheitsförderlichen Vorteilen, die körperliche Aktivität haben kann.

Auch familiäre und soziale Netzwerke können das Bewegungsverhalten beeinflussen. Unterstützen Angehörige oder Bekannte, dass ich Sport treibe, indem sie mich motivieren oder mir zeitliche Freiräume ermöglichen? Ist es üblich in meinem Umfeld, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren [6, 7]? Das alles sind Rahmenbedingungen und soziale Determinanten, die darüber bestimmen können, wie viel, in welcher Form und mit welcher Intensität Menschen körperlich aktiv sind. Dazu zählen neben Sport auch Aktivitäten im Alltag, am Arbeitsplatz oder im Haushalt.

Um die gesundheitliche Chancengleichheit mit Blick auf Bewegung zu vergrößern, sind vor allem strukturelle Änderungen wichtig. Hierbei geht es vor allem um die Gestaltung des Wohn- und Lebensumfelds. Eine bessere Infrastruktur mit sicheren Fahrrad- und Fußgängerwegen sowie niedrigschwellige Bewegungsangebote in Kitas, Schulen und am Arbeitsplatz könnten hier einige Barrieren abbauen und Personen aus unterschiedlichen Bildungs- und Einkommensgruppen erreichen [6].

Um soziale Ungleichheiten in Bezug auf die Gesundheit zu reduzieren, müssen demnach vorwiegend die Lebensverhältnisse der Menschen verbessert werden. Dabei sollte vorrangig auf der Ebene der Verhältnisprävention angesetzt werden [6]. So kann der Zugang zu Bewegung nachhaltig erleichtert werden, im Sinne des WHO-Ansatzes „make the healthy choice the easy choice“.


Menschen mit niedrigem Bildungsniveau erreichen die Empfehlungen für Bewegung seltener. Welche Unterschiede im Bewegungsverhalten gibt es in dieser Bildungsgruppe?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Erwachsene, mindestens 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche sowie 60 Minuten täglich für Kinder [8].

Die Ergebnisse der vom Robert Koch-Institut (RKI) durchgeführten GEDA-Studie (Gesundheit in Deutschland aktuell) haben gezeigt, dass in Deutschland Erwachsene der unteren Bildungsgruppe die WHO-Empfehlung seltener erreichen als Personen der hohen Bildungsgruppe. Außerdem bewegen sich Menschen aus der unteren Bildungsgruppe weniger in ihrer Freizeit und nutzen seltener das Fahrrad für das aktive Zurücklegen von alltäglichen Wegstrecken. Allerdings sitzen Personen aus der niedrigen Bildungsgruppe weniger und gehen genauso viel zu Fuß, wie Personen aus der hohen Bildungsgruppe [9-11].

Die körperliche Aktivität von Menschen aus der niedrigen Bildungsgruppe beschränkt sich oft auf körperlich anstrengende Arbeit im Berufsalltag, während regelmäßiger Sport in der Freizeit seltener ausgeübt wird [2]. Auch Kinder aus Haushalten der niedrigeren Bildungsgruppe bewegen sich weniger und nehmen seltener an organisierten Sportaktivitäten teil [12].


Welche Barrieren bestehen für Menschen mit niedriger Bildung bezüglich ihrer Freizeitgestaltung und ihrer aktiven Mobilität im Alltag?

Menschen mit niedriger Bildung können in ihrem Alltag eine Vielzahl an Barrieren erleben, die Bewegung erschweren und auf verschiedene strukturelle Faktoren, aber auch individuelle Faktoren zurückgeführt werden können.

Eine zentrale Einschränkung kann darin bestehen, dass mit niedrigerer Bildung häufig auch ein geringeres Einkommen einhergeht und hierbei kostenpflichtige Freizeit- und Bewegungsangebote und Vereinsmitgliedschaften nur bedingt oder gar nicht nutzbar sind [5].

Darüber hinaus sind strukturelle Barrieren im Wohnumfeld dahingehend ein wichtiger Faktor, wie Menschen ihre Freizeit gestalten können. Eine fehlende Infrastruktur mit ausgebauten Fahrrad- und Gehwegen und weniger Grünflächen können dazu führen, dass die aktive Mobilität und Bewegung in der Freizeit eingeschränkt sind [13].

Auch die Lebens- und Arbeitssituation von Menschen in niedrigeren Bildungsgruppen können zu Einschränkungen in der Freizeitgestaltung und der aktiven Mobilität führen. Häufig wird eher körperlich belastenden Arbeiten nachgegangen und die Freizeit vor allem für körperliche Entspannung genutzt [2].

Hinzu kommt, dass ein gesunder Lebensstil und Bewegung häufig in den höheren Bildungsgruppen einen höheren Stellenwert hat als in niedrigeren Bildungsgruppen [2, 5]. Ein fehlendes unterstützendes soziales Umfeld und Vorbilder können dazu führen, dass Sport und aktive Mobilität im Alltag vernachlässigt werden [1, 14]. Bei niedriger Bildung sind auch das Wissen, wie regelmäßige gesundheitsförderliche Bewegung in den Alltag integriert werden kann, und die diesbezügliche Selbstwirksamkeit oftmals geringer ausgeprägt. Das bedeutet: Die sogenannte bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz ist im Schnitt geringer als in Gruppen mit mittlerer oder hoher Bildung [15].


Welche Strategien empfehlen Sie für eine effektivere Reduzierung dieser strukturellen Ungleichheiten (beispielsweise in den Lebenswelten)? Welche weiteren Potenziale sind bislang noch ungenutzt?

Für die bewegungsfreundliche Gestaltung der Lebenswelten ist ein „Health in All Policies“ (HiAP)-Ansatz wichtig. Er sieht die Zusammenarbeit verschiedener Sektoren vor, wie Gesundheit, Bildung, Verkehr, Stadtplanung und Soziales, um in möglichst allen Bereichen Entscheidungen zu treffen, die zu einer bewegungsfreundlicheren Lebenswelt führen.

Grundsätzlich sollte bei allen Maßnahmen bedacht werden, wie sich diese auf gesundheitliche Ungleichheit in Bezug auf das Bewegungsverhalten auswirken und ob sie zur Reduktion sozialer Ungleichheit beitragen. So könnten beispielsweise vermehrt Maßnahmen zur Bewegungsförderung in sozial benachteiligten Regionen und Stadtteilen stattfinden [13, 16].

Zudem ist es wichtig, besser zu verstehen, warum bestimmte Bevölkerungsgruppen vermehrt inaktiv sind. Daran anknüpfend sollten die Maßnahmen zur Bewegungsförderung stärker an die Bedürfnisse dieser Gruppen angepasst werden. Diesbezüglich ist zum einen mehr Forschung nötig, um die spezifischen Barrieren und Förderfaktoren des Bewegungsverhaltens besser zu verstehen. Zum anderen ist es wichtig, die jeweiligen Gruppen aktiv in die Gestaltung von Maßnahmen zur Bewegungsförderung einzubeziehen.

Bei Kindern und Jugendlichen bietet der derzeitige Ausbau der Ganztagsschulen eine Chance, Bewegungsangebote einer Vielzahl an Kindern und Jugendlichen niederschwellig zugänglich zu machen, die genutzt werden sollte [17-19]. Auswertungen aus der KIDA-Studie (Kindergesundheit in Deutschland aktuell) des RKI zeigen, dass bei der Nutzung von Sportvereinsangeboten signifikante Einkommensunterschiede bestehen, bei der Nutzung von extracurricularen Sport- oder Bewegungs-AGs in der Schule jedoch nicht [20].


Welche zusätzlichen Mehrwerte - sogenannte „Co-Benefits“ - hat ein gesundheitsförderliches Bewegungsverhalten?

Körperliche Aktivität senkt das Risiko einer Vielzahl von nichtübertragbaren Erkrankungen, wie Diabetes Typ-2, kardiovaskuläre Erkrankungen sowie Krebserkrankungen. Was weniger bekannt ist: Bewegung wirkt sich nachweislich auch positiv auf die psychische und psychosoziale Gesundheit aus [21-23]. Zudem können die kognitive Leistungsfähigkeit und die Selbstständigkeit im Alter gesteigert beziehungsweise länger erhalten werden, was insbesondere vor dem Hintergrund der alternden Gesellschaft relevant ist [24-26].

Damit liegt in der Bewegungsförderung auch das Potenzial, durch die Prävention von Erkrankungen langfristig Kosten im Gesundheitssystem einzusparen [24, 27].

Weitere Co-Benefits ergeben sich bei der Bewegung in Form der aktiven Mobilität: Wenn alltägliche Wegstrecken häufiger zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden anstatt mit dem Auto, trägt dies zum Klimaschutz bei, da klimaschädliche Emissionen eingespart werden. Zudem führt es zu einer verbesserten Luftqualität und Reduktion der Lärmbelästigung in städtischen Gebieten [28, 29].

Die Fragen stellte Ulrike Meyer-Funke, Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.


BVPG-Blogbeiträge zur Statuskonferenz „Bewegung, Sport und Gesundheit“

Interview mit Prof. Dr. Klaus Pfeifer, Lehrstuhl für Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Bewegung und Gesundheit an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: „Körperliche Aktivität: mehr Gesundheit, weniger ökonomische Belastung“

Gastbeitrag von Dr. Malte Bödeker und Dr. Anna Streber, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) : „Bewegung und Sport: wichtig für unsere Gesundheit und die Gesellschaft

Weitere Informationen zur BVPG-Statuskonferenz „Bewegung, Sport und Gesundheit“ finden Sie hier.

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Professorin Julika Loss arbeitet seit vielen Jahren zu Prävention und Gesundheitsförderung, u.a. an der Universität Bayreuth, Universität Regensburg sowie dem Australian Centre for Health Promotion in Sydney. Seit 2020 leitet sie am Robert Koch-Institut (RKI) das Fachgebiet „Gesundheitsverhalten“. Sie befasst sich mit dem Monitoring von Bewegungsverhalten und dessen Einflussfaktoren.


Literatur:

1. Hoebel J, Finger JD, Kuntz B, Kroll LE, Manz K, Lange C, Lampert T: Changing educational inequalities in sporting inactivity among adults in Germany: a trend study from 2003 to 2012. BMC Public Health 2017, 17(1):547.

2. Finger JD, Tylleskär T, Lampert T, Mensink GB: Physical activity patterns and socioeconomic position: the German National Health Interview and Examination Survey 1998 (GNHIES98). BMC Public Health 2012, 12(1):1079.

3. Hudde A: Educational Differences in Cycling: Evidence from German Cities. Sociology 2022, 56(5):909-929.

4. Till M, Abu-Omar K, Klein S, Chalkley A, Pinedo Carrillo AI, Whiting S, Mendes R, Gelius P: Physical Activity Promotion in Extremely Rural Districts: An Analysis of Facilitators and Barriers in 13 Rural Districts of Bavaria. Journal of Physical Activity and Health 2025, 22(7):864-872.

5. Abu-Omar K, Messing S, Sarshar M, Gelius P, Ferschl S, Finger J, Bauman A: Sociodemographic correlates of physical activity and sport among adults in Germany: 1997-2018. Ger J Exerc Sport Res 2021, 51(2):170-182.

6. Hurrelmann K, Richter M: Determinanten der Gesundheit. Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention Glossar zu Konzepten 2022:Strategien-und Methoden.

7. Dahlgren G, Whitehead M: Policies and strategies to promote social equity in health. Background document to WHO - Strategy paper for Europe. 1991.

8. World Health Organization: WHO Guidelines on Physical Activity and Sedentary Behaviour, 1st edn. Geneva: World Health Organization; 2020.

9. Manz K, Domanska OM, Kuhnert R, Krug S: Wie viel sitzen Erwachsene? Ergebnisse der Studie Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA 2019/2020-EHIS). 2022.

10. Robert Koch-Institut: Gesundheitsfördernde körperliche Aktivität in der Freizeit bei Erwachsenen in Deutschland. 2017.

11. Robert Koch-Institut: Arbeitsbezogene körperliche Aktivität bei Erwachsenen in Deutschland. 2017.

12. Burrmann U, Süss PL, Wegner O, Göttlich E, Henning L, Dreiskämper D: Der Sport(verein) als attraktive Lebenswelt im Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. In: Potenziale von Bewegung, Spiel und Sport für ein gesundes Aufwachsen in Deutschland. Volume 35, edn. Edited by Dreiskämper D, Burrmann U, Kehne M, Neuber N, Rulofs B, Süßenbach J, Voigts G, Henning L. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden; 2025: 55-101.

13. Messing S, Forberger S, Woods C, Abu-Omar K, Gelius P: Politik zur Bewegungsförderung in Deutschland: Eine Analyse anhand eines Policy-Audit-Tools der Weltgesundheitsorganisation. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 2022, 65(1):107-115.

14. Wolbring L, Jekauc D, Hinz T, Burchartz A, Kolb S, Schmidt SCE, Woll A, Wäsche H: Socio-structural determinants of physical activity behavior in children and adolescents: The importance of social support. International Review for the Sociology of Sport 2025, 60(2):212-230.

15. Jordan S, Domanska OM, Carl J, Manz K, Buchmann M, Loer A-KM, Pfeifer K, Sudeck G: Physical Activity-Related Health Competence Among Adults. Dtsch Arztebl International 2024, 121(21):710-711. 16. Reimers AK, Engels E, Marzi I, Steinvoord K, Krieger C: Aktiv zur Schule: Zur Bedeutung von aktiven Schulwegen bei Kindern im Grundschulalter in Deutschland. Präv Gesundheitsf 2020, 15(4):311-318. 17. Spieß CK, Zambre V, Anger C, Plünnecke A, Anger S, Kruppe T, Pfeiffer F, Schömann K: Bildungsinvestitionen - wirksames Heilmittel gegen soziale Ungleich heit? Wirtschaftsdienst 2016, 96(7):455-473. 18. Winterhalder C: Sport in der Ganztagsschule. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br.; 2017.

19. Wareing A: School-based physical activity programs for promoting physical activity and fitness in children and adolescents aged 6 to 18. International Journal of Nursing Practice 2017, 24(1).

20. Blume M, Mauz E, Tschorn M, Manz K, Schienkiewitz A, Allen J, Hoebel J, Rattay P: Armut und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zum Ende der COVID-19-Pandemie. Ergebnisse der KIDA-Studie. Journal of Health Monitoring 2025(2):1--18.

21. Albini A, La Vecchia C, Magnoni F, Garrone O, Morelli D, Janssens JP, Maskens A, Rennert G, Galimberti V, Corso G: Physical activity and exercise health benefits: cancer prevention, interception, and survival. European Journal of Cancer Prevention 2025, 34(1):24-39.

22. World Health Organization: Global action plan on physical activity 2018-2030: more active people for a healthier world. Geneva: World health organization; 2018.

23. Malm C, Jakobsson J, Isaksson A: Physical Activity and Sports—Real Health Benefits: A Review with Insight into the Public Health of Sweden. Sports 2019, 7(5):127.

24. Warburton DER: Health benefits of physical activity: the evidence. Canadian Medical Association Journal 2006, 174(6):801-809.

25. Jia RX, Liang JH, Xu Y, Wang YQ: Effects of physical activity and exercise on the cognitive function of patients with Alzheimer disease: a meta-analysis. BMC Geriatr 2019, 19(1):181.

26. Erickson KI, Donofry SD, Sewell KR, Brown BM, Stillman CM: Cognitive Aging and the Promise of Physical Activity. Annu Rev Clin Psychol 2022, 18:417-442.

27. Santos AC, Willumsen J, Meheus F, Ilbawi A, Bull FC: The cost of inaction on physical inactivity to public health-care systems: a population-attributable fraction analysis. Lancet Glob Health 2023, 11(1):e32-e39.

28. Bland M, Burke MI, Bertolaccini K: Taking steps toward healthy & sustainable transport investment: A systematic review of economic evaluations in the academic literature on large-scale active transport infrastructure. International Journal of Sustainable Transportation 2024, 18(3):201-220.

29. World Health Organization: Health economic assessment tool (HEAT) for walking and for cycling. In.: World Health Organization; 2024.