Block III: Verhältnisprävention, lebensweltbezogene und Health in and for All Policies-Ansätze
Aktuelle Maßnahmen in unterschiedlichen Lebenswelten | Good-Practice-Panel
Kommune und Bewegung
Landesinitiative „Rheinland-Pfalz - Land in Bewegung“
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„Bewegung und Sport sind ein wichtiger Anker für die individuelle Gesundheit und damit für die der gesamten Gesellschaft. Die gilt es im Besonderen zu schützen und zu erhalten.“ Jochen Borchert | |
![]() © Landesinitiative »Rheinland- Pfalz - Land in Bewegung« |
Bewegungsland #1 - Rheinland-Pfalz auf dem Weg zum Bewegungsland Nummer 1: Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat 2020 die Landesinitiative „Rheinland-Pfalz - Land in Bewegung“ gestartet. Eine interministerielle Steuerungsgruppe, ergänzt durch Vertreterinnen und Vertreter des organisierten Sports inklusive des Behindertensports, der Kommunalen Spitzenverbände sowie der Landeszentrale für Gesundheitsförderung ist für die strategische Entwicklung verantwortlich und ist beratendes Gremium der Landesregierung.
Die praktische Umsetzung in den rheinland-pfälzischen Kommunen wird durch die Projektleitung und Projektkoordination im Kompetenzzentrum Land in Bewegung gewährleistet, einer Organisationseinheit des Ministeriums des Innern und für Sport. Dies erfolgt in unmittelbarer Zusammenarbeit mit Bewegungsmanagerinnen und -managern, welche die basisbasierte Netzwerkarbeit vor Ort in den 24 Landkreisen und 12 kreisfreien Städten organisieren und koordinieren.
Wichtige Meilensteine sind zwei Rheinland-Pfälzische Bewegungsgipfel im September 2023 und im März 2025. Nach der Einführung durch den Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer wurden in verschiedenen Interviewrunden die Themen „Bewegung und Sport“, „Bewegung für vulnerable Gruppen und Menschen mit Beeinträchtigung“, „Bewegung und Bildung“, „Bewegung und Gesundheit“ und „Bewegung, Verkehr, Tourismus und Integration“ mit den politischen Vertreterinnen und Vertretern und ausgesuchten Expertinnen und Experten diskutiert. Für beide Bewegungsgipfel wurden die Ergebnisse in Form einer Gipfelerklärung veröffentlicht.
Die Zielstellungen der Landesinitiative lassen sich in vier Punkten zusammenfassen:
- ressortübergreifendes Verständnis von Bewegungs- und Sportförderung als Querschnittsaufgabe
- Förderung eines gesunden und aktiven Lebensstils durch Bewegung und Sport
- leichte Zugänglichkeit zu nachhaltigen, wohnort- oder arbeitsnahen, attraktiven, barrierearmen und möglichst kostenlosen Bewegungs- und Sportangeboten
- gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit zum Sporttreiben und Bewegen nach persönlichem Wunsch- und Wahlrecht
Für die Umsetzung in den Kommunen wird ein reichhaltiges Portfolio von Partnern benötigt.
Der klassische Bewegungspartner ist der Sportverein, der generell sehr vielfältige Angebote hat. Oftmals sind begrenzte Trainingsmöglichkeiten und -kapazitäten sowie fehlende Übungsleitende Grund für weniger Engagement. Die altersgemäße Umsetzung gelingt sehr gut und vielfältig in den entsprechenden Einrichtungen wie Kitas und Schulen, aber auch Senioreneinrichtungen.
Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung und die Krankenkassen sind ebenfalls verlässliche Partner, wenn es um Bewegung im Gesundheitskontext geht. Oftmals finden sich aber auch kirchliche Einrichtungen und Vereine, die im Rahmen von spirituellen oder kulturellen Veranstaltungen Bewegungsangebote unterbreiten. Um das alles für die Menschen zu koordinieren und zusammenzubringen, sind die Bewegungsmanagerinnen und Bewegungsmanager in den Landkreisen und kreisfreien Städten eingesetzt.
Jochen Borchert | Leiter des Kompetenzzentrums Land in Bewegung im Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz. Er ist Projektleiter der Landesinitiative „Rheinland-Pfalz - Land in Bewegung“. Arbeitsschwerpunkte sind die strategische Entwicklung und die praktische Umsetzung der Bewegungsinitiative in den rheinland-pfälzischen Kommunen.
Weitere Informationen zur BVPG-Statuskonferenz „Bewegung, Sport und Gesundheit“ finden Sie hier.
