Cookie löschen

Block II: Aktivitäten auf Bundesebene



Dialog Aktive Mobilität und Gesundheit


„Aktive Mobilität und Gesundheit haben einen großen gegenseitigen Mehrwert. Er muss erkannt und genutzt werden.“

Thomas Hartmann |
Bundesministerium für Verkehr

Thomas Hartmann
© Bundesministerium für
Verkehr

Die aktive Mobilität, also die Fortbewegung aus eigener Muskelkraft, insbesondere mit dem Rad oder zu Fuß, spielt eine zentrale Rolle für eine moderne, nachhaltige und gesundheitsfördernde Mobilitätspolitik. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) fördert den Rad- und Fußverkehr daher umfassend und hat wichtige Strategien zum Rad- und Fußverkehr erarbeitet und vom Kabinett beschließen lassen:

Den Nationalen Radverkehrsplan 3.0 und die Fußverkehrsstrategie des Bundes. Zur Umsetzung der Ziele des Nationalen Radverkehrplans hat das BMV eine umfangreiche Förderkulisse aufgebaut. Auch der Fußverkehr wird vom BMV gefördert. Ergänzend werden Forschung, Mobilitätsbildung und Öffentlichkeitsarbeit gestärkt, u. a. durch das Mobilitätsforum Bund beim Bundesamt für Logistik und Mobilität, die Stiftungsprofessuren für Radverkehr und gezielte Kampagnen.

Die Daten der aktuellen Mobilität in Deutschland Studie (MiD 2023) zeigen, 37 Prozent, also mehr als ein Drittel aller täglichen Wege werden in Deutschland zu Fuß und mit dem Rad zurückgelegt, und dies mit insgesamt steigender Tendenz, insbesondere beim Fußverkehr.

Eine gute Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur, ein gut organisierter Rad- und Fußverkehr nutzt dem Verkehr insgesamt und hat auch weiteren Nutzen für die Gesellschaft, Klimaschutz, lebendige Innenstädte oder Wertschöpfung vor Ort. Einen besonderen Nutzen hat die aktive Mobilität jedoch auch für die Gesundheit der Menschen. Denn, durch die aktive Alltagsmobilität können die Anforderung an die tägliche Bewegung ganz nebenbei erfüllt werden!

Allerdings zeigt die Steigerung der aktiven Mobilität nur das Gesamtergebnis. Leider nimmt die aktive Mobilität vor allem bei Kindern und Jugendlichen ab. Ebenso nimmt die aktive Mobilität, wenn auch im geringeren Umfang, bei Frauen und älteren Menschen ab. Auch die Fahrradbesitzquote in Haushalten mit prekären wirtschaftlichen Verhältnissen sinkt. Hier müssen und wollen wir gegensteuern.

Die vom BMV geförderte Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur ist die Grundvoraussetzung. Entscheidend ist jedoch, dass Menschen sie auch tatsächlich in Anspruch nehmen - und das gelingt nur gemeinsam! Die Schnittstellen und Synergien zwischen Verkehr, Gesundheit und weiteren Sektoren sind vielfältig. Sie müssen erkannt und genutzt werden.

Hierfür wurde gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit der ressortübergreifende Dialog „Aktive Mobilität und Gesundheit" eingerichtet. Beteiligt sind neben den genannten Bundesministerien mit ihren nachgeordneten Behörden und wissenschaftlichen Einrichtungen auch die Ressorts für Bildung, Familie, Umwelt und Wohnen.


Thomas Hartmann ist Diplom-Finanzwirt und seit 1995 in unterschiedlichen Funktionen im Bundesbau- und Bundesverkehrsministerium tätig. Er war beispielsweise zuständig für das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt" und Leiter des Referats „Stadtumbau Ost und West". Seit 2015 leitet er das Referat „Radverkehr und Fußverkehr" im Bundesministerium für Verkehr.



Weitere Informationen zur BVPG-Statuskonferenz „Bewegung, Sport und Gesundheit“ finden Sie hier.