Block II: Aktivitäten auf Bundesebene
Health in All Policies-Ansätze:
Runder Tisch Bewegung und Gesundheit
|
„Bewegungsförderung zählt zu den wirkungsvollsten, nachhaltigsten und kosteneffektivsten Investitionen in die Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung. Um das große gesundheitliche Potenzial von Bewegung für alle Menschen nutzbar zu machen, ist es notwendig, die Aktivitäten vieler engagierter Institutionen zu bündeln und bedarfsgerecht über die Länder und Kommunen vor Ort in die Lebenswelten zu bringen. Das erfordert eine zielgerichtete Zusammenarbeit, einen kontinuierlichen und strukturierten Austausch und eine fortlaufende, gute Koordination.“ Dr. Ute Schwartz | |
![]() © Fotostudio Sachsse
|
Dem vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) initiierten Runden Tisch Bewegung und Gesundheit ist es gelungen, in einem sektorenübergreifenden Dialog mit Akteuren aus Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden, Sozialversicherungsträgern und Sozialpartnern, Verbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen gemeinsam an Lösungen für mehr Bewegung in Deutschland zu arbeiten. Die beteiligten Institutionen haben sich verpflichtet, identifizierte Lücken in ihrem Zuständigkeitsbereich mit vielversprechenden Maßnahmen zur Förderung von Bewegung anzugehen.
Die Zusammenarbeit ist dringend notwendig: gesundheitsförderliche Bewegung hat viele Bezüge zu anderen Sektoren und Handlungsfeldern wie Arbeit, Verkehr, Umwelt, Ernährung, Sport, Rehabilitation. Sie ist ein typisches Beispiel für Gesundheit in allen Politikfeldern (Health in All Policies, HiAP). Es gilt jetzt, den mit dem Runden Tisch begonnenen Dialog weiter in einem gemeinsamen Ansatz fortzusetzen und zu verstetigen. Damit die Aktivitäten die Menschen in ihren Lebenswelten erreichen ist es notwendig, hierzu auf den verschiedenen Politikebenen bedarfsgerechte und dauerhafte Strukturen und Prozesse zu errichten. Das BMG ist diesbezüglich mit den zentralen Akteuren im Austausch, um gemeinsam eine tragfähige Lösung zu erarbeiten.
Dr. Ute Schwartz | Die Ärztin für Allgemeinmedizin und Gesundheitswissenschaftlerin ist Leiterin des Referats 325 Nichtübertragbare Krankheiten, Kinder- und Jugendmedizin im Bundesministerium für Gesundheit. Ein Arbeitsschwerpunkt des Referats ist, mit Blick auf die Prävention von NCD (non-communicable diseases), die Stärkung von Bewegungsförderung und eines insgesamt aktiven Lebensstils in der Bevölkerung. Seit 2022 begleitete und gestaltete sie den vom BMG initiierten Runden Tisch Bewegung und Gesundheit.
Weitere Informationen zur BVPG-Statuskonferenz „Bewegung, Sport und Gesundheit“ finden Sie hier.
