Initiative Gesundheit und Arbeit

Faktorenblätter: sieben Faktoren für gesunde virtuelle Teamarbeit

In einem dreiteiligen Online-Seminar der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) wurde im Sommer 2020 das Thema „Virtuelle Teamarbeit” aufgearbeitet. In den Faktorenblättern sind die Inhalte aus den Online-Seminaren sowie aus aktuellen Studien zusammengeführt und es werden sieben Faktoren für eine gesunde virtuelle Teamarbeit benannt.

Frau nimmt an Videokonferenz teil
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Mit „virtueller Teamarbeit” ist eine Zusammenarbeit gemeint, bei der ein Teil des Teams von einem gemeinsamen Arbeitsort und ein Teil z. B. im Homeoffice arbeitet („hybride Form” der Zusammenarbeit).

Die sieben Faktoren, die einen Einfluss auf den Erfolg hybrider Teamarbeit haben, sind: Kommunikation, Teamvertrauen, Führung, Zeit- und Selbstmanagement, virtuelle Medienkompetenz, Organisation der Arbeit sowie räumliche und technische Arbeitsplatzgestaltung.


Sieben Faktoren für gesunde virtuelle Teamarbeit

Zu jedem der sieben Faktoren werden der aktuelle Forschungsstand sowie Herausforderungen, Lösungen und Anregungen für die Praxis betrachtet.

  • Empfohlen wird, die virtuelle Kommunikation aktiv zu fördern. Durch einen erhöhten Bedarf an Kontextinformationen sollte ein regelmäßiger aktiver Austausch stattfinden. Die gemeinsame Auswahl passender Kommunikationsmedien und -regeln wirkt dabei unterstützend.

  • Teamvertrauen ist eine Ebene der hybriden Zusammenarbeit, die durch geteilte Informationen und gemeinsame Erfahrungen unterstützt werden kann. Ein Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl muss auch in der hybriden Zusammenarbeit vorhanden sein.

  • Die Führung eines hybriden Teams erfordert eine hohe Menge an Koordinationsfähigkeit. Ein niedriges Kontrollbedürfnis und eine hohe Vertrauensbereitschaft unterstützen den Erfolgsfaktor einer hybriden Führungskraft.

  • Darüber hinaus führt ein individuelles Zeit- und Selbstmanagement zu einer Teamarbeit mit weniger Belastungen und gestärkten Ressourcen.

  • Ausreichende virtuelle Medienkompetenz muss für Verständigungszwecke gesteigert werden, da eine Computer-basierte Kommunikation neue Herausforderungen mit sich bringt.

  • Die Organisation der Arbeit erleichtert die hybride Teamarbeit und steigert die Prozesse. Arbeitszeiten, Arbeitsabläufe und Kommunikation müssen berücksichtigt werden und diese Vereinbarungen sollten als Team getroffen werden. Eine Implementierung von Regeln hilft in der Teamarbeit.

  • Eine angemessene räumliche und technische Arbeitsplatzgestaltung sollte auch hybrid gewährleistet sein. Störungen und Missverständnisse in der Teamarbeit können durch eine gute digitale Verbindung und einen separaten Arbeitsplatz verhindert werden.

Zusätzlich zu diesen sieben Faktoren wird mit einem Exkurs das Phänomen der Online-Müdigkeit beschrieben.


Mehr zu den „Faktorenblättern virtuelle Teamarbeit” erfahren Sie hier.

Autor/in

Ulrike Meyer-Funke

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