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Gesundheitsförderung in der stationären Pflege

memorePlus: digitales Gesundheitstraining für Pflegebedürftige

Mit memorePlus können Pflegebedürftige mit einem videospielbasierten Gesundheitstraining ihre geistige und körperliche Fitness trainieren und stationäre Pflegeeinrichtungen ihre gesundheitsfördernden Strukturen nachhaltig verbessern. Das Projekt wird gefördert vom Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek).

Pflegerin mit älterer Frau
© seventyfour - Fotolia.com

 

Für die Zielgruppe der Bewohnenden in stationären Pflegeeinrichtungen bietet Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) verschiedene Angebote zur Prävention und Gesundheitsförderung an (u.a. auch aktiviert.GESTÄRKT.zufrieden, das praxisnahe und evidenzbasierte Maßnahmen in den Handlungsfeldern des Leitfadens Prävention für stationäre Pflegeeinrichtungen beinhaltet).


memorePlus: spielerisch.systemisch.effektiv

Das videospielbasierte Trainings- und Gesundheitsförderungsangebot wurde speziell für ältere Menschen entwickelt. Es dient zum Trainieren der körperlichen und geistigen Gesundheit und stärkt die soziale Teilhabe. Die unterschiedlichen Module sind intuitiv benutzbar und integrieren präventive, therapeutische und rehabilitative Elemente, die auf Erkenntnissen der Geriatrie, der Neuropsychologie sowie der Physio- und Musiktherapie basieren.

Insgesamt stehen sechs Spiele zur Auswahl, die sich durch die eigenen Körperbewegungen bedienen lassen: Tanzen, Kegeln, Briefträger, Tischtennis, Sonntagsfahrt mit dem Motorrad und Singen. Bewegungen können dabei im Sitzen oder im Stehen ausgeführt werden und werden direkt auf einen Fernseher übertragen. Durch eine bedarfsgerechte zweijährige Prozessberatung können zudem die gesundheitsfördernden Strukturen in den stationären Pflegeeinrichtungen aufgebaut bzw. weiterentwickelt werden.

Derzeit befindet sich das memorePlus, an dem ca. 100 stationäre Pflegeeinrichtungen bundesweit teilnehmen konnten, in der Umsetzung. Abschlussworkshops sind bis September 2023 geplant. Die Wirksamkeit des videospielbasierte Trainings- und Gesundheitsförderungsangebot wurde in einem einjährigen, bundesweiten Pilotprojekt erfolgreich getestet.

Die wissenschaftliche Begleitung hatten die Charité Universitätsmedizin Berlin, die Humboldt-Universität Berlin und die Alice Salomon Hochschule Berlin inne, die ergab, dass altersbedingte Erkrankungen wie Demenz und Parkinson verringert, das Risiko von Stürzen vermindert und durch gemeinsame Aktivitäten die Inklusion in stationären Pflegeeinrichtungen gefördert werden konnte.


Weitere Informationen zur memorePlus spielerisch.systemisch.effektiv finden Sie hier.