27.—29. September 2022 | Weimar

Symposium „Hindernisse überwinden in der Entwicklung von Prävention und Behandlung”

In Wissenschaft und Praxis der Suchthilfe bestehen zahlreiche Hürden, die unterschiedliche Herausforderungen mit sich bringen. Ein breit diskutiertes Thema ist die Erreichbarkeit von Zielgruppen und die Inanspruchnahme von Angeboten der Suchthilfe. Trotz der hohen Anzahl Betroffener und dem weit verzweigten sowie auf Niedrigschwelligkeit ausgelegten Hilfesystems werden nicht alle Betroffenen erreicht.

Die sogenannte „Treatment Gap” – also die Lücke zwischen Betroffenen und in der Behandlung Ankommenden – wird unterschiedlich erklärt. Grundsätzlich zeigt sich, dass die Hürde zwischen „betroffen”, „hilfesuchend” und „hilfeempfangend” mitunter recht hoch ist. Sie ist ein Beispiel für die verschiedenen Herausforderungen der Suchthilfe, die ein elaboriertes und sich weiterentwickelndes System darstellt, dessen Angebote aber teilweise nicht bei den Betroffenen ankommen. Unter dem Arbeitstitel „Hindernisse überwinden in der Entwicklung von Prävention und Behandlung” sollen im Wissenschaftlichen Symposium 2022 daher unterschiedliche Arbeitsbereiche der Suchthilfe dargestellt und vor allem diskutiert werden, welchen Beitrag die Wissenschaft leisten kann, bestehende Hindernisse abzubauen.

Der Zugang zur Suchthilfe ist ein essentieller Bestandteil für ihre Wirksamkeit und Effektivität. Hilfesuchenden sollen möglichst niedrigschwellige Zugangswege angeboten werden, die passgenau auf ihre Bedürfnisse und Bedarfe ausgerichtet sind. Die Erreichbarkeit bestimmter Zielgruppen wird aufgrund unterschiedlicher Faktoren erschwert. So spielt eine Stigmatisierung von Suchterkrankungen unter anderem eine Rolle bei der Inanspruch- nahme von Hilfen. Sie sorgt auf unterschiedlichen Ebenen dafür, dass Betroffene Hilfe nicht wahrnehmen können oder möchten. Weiterhin werden bestimmte Zielgruppen nicht (rechtzeitig) erreicht; frühere Interventionen sind notwendig, um Behandlungserfolge zu erzielen. Auch Partikularinteressen sind ein wesentlicher Treiber für Veränderungen der Suchtpolitik und verändern dadurch Zugangswege. Lobbyismus und Interessenskonflikte haben dadurch einen indirekten Einfluss auf die Versorgung Suchtkranker und -gefährdeter.


(Quelle: www.dhs.de)

 

Veranstalter

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS)

Ort
Weimar

Weitere Informationen:

Informationen (PDF)
Programm (PDF)
Anmeldung (PDF)

 

Ansprechpartnerin

Doris Kaldewei

 

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS)
Westenwall 4
59065 Hamm
Telefon: 02381 — 90 15 35
E-Mail: kaldewei@dhs.de

 

Website
www.dhs.de
Cookie löschen