WHO Europa

Europäischer Gesundheitsbericht 2021 veröffentlicht

Die WHO Europa hat den Europäischen Gesundheitsbericht 2021 veröffentlicht. Der alle drei Jahre erscheinende Bericht bietet Politik, Wissenschaft und Medien eine Momentaufnahme der Gesundheitssituation in der Europäischen Region der WHO und einen Überblick über die Fortschritte bei der Verwirklichung von Gesundheit und Wohlbefinden für alle Menschen in Europa.

Im Europäische Gesundheitsbericht 2021 wird die Umsetzung der gesundheitsbezogenen UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) anhand der neuesten verfügbaren Statistiken der WHO und der Vereinten Nationen dargestellt. Die Corona-Pandemie hat die Anstrengungen der Länder zur Erreichung der SDGs maßgeblich beeinflusst und diese behindert. Der Bericht unterstreicht den Handlungsbedarf u. a. im Bereich der bestehenden gesundheitlichen Ungleichheiten. Der Bericht zeigt außerdem Trends und Fortschritte in Bezug auf die Ziele des Europäischen Arbeitsprogramms 2020-2025.


Gesundheit in Europa: Daten und Umsetzungsstand

Aus dem Bericht geht hervor, wie das WHO-Regionalbüro Europa die Mitgliedsstaaten bei der Bewältigung der Herausforderungen in der Europäischen Region, v. a. im Hinblick auf die pandemiebezogenen Folgen, unterstützten möchte. Gesundheitsinformationssysteme sind eine wichtige Voraussetzung für die evidenzgeleitete Umsetzung des Europäischen Arbeitsprogramms 2020-2025, des 13. globalen Arbeitsprogramms der WHO 2019-2023 sowie der SDGs. Der Bericht beschreibt, wie die WHO alle Mitgliedstaaten bei der Beseitigung der wichtigsten Daten- und Informationslücken unterstützen wird, die derzeit die Umsetzung der genannten Initiativen beeinträchtigen.

Der Europäische Gesundheitsbericht richtet sich an (politische) Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Gesundheitswissenschaftlerinnen und Gesundheitswissenschaftler sowie Journalistinnen und Journalisten.

Weitere Inhalte des Berichts sind:

  • Bei der vorzeitigen Sterblichkeit aufgrund von nichtübertragbaren Krankheiten (non-communicable diseases, NCDs) hat die Europäische Region unterschiedliche Fortschritte erzielt. Zwischen 2010 und 2018 ging die vorzeitige Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um fast 20 Prozent zurück. Die vorzeitige Sterblichkeit aufgrund von Krebserkrankungen reduziert sich um fast 10 Prozent, obwohl Krebserkrankungen immer noch mehr als 20 Prozent aller Todesfälle ausmachen. Diese Situation wird durch die Auswirkungen der Pandemie auf die Krebsvorsorge und -behandlung weiter verschärft.
  • Die Corona-Pandemie hat sich stark auf die psychische Gesundheit der Menschen in der Europäischen Region ausgewirkt. Vorläufige Erkenntnisse deuten darauf hin, dass sich vor allem das psychische Wohlbefinden von Männern im Alter von 18 bis 24 Jahren verschlechtert hat, während das psychische Wohlbefinden bei Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren und 35 bis 44 Jahren am geringsten war.
  • Trotz der jüngsten Fortschritte bei der Minimierung von Risikofaktoren wie Alkohol- und Tabakkonsum rauchen nach wie vor 26 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Tabak (weltweiter Durchschnitt: 23,6 Prozent). Erwachsene trinken im Durchschnitt 9,5 Liter reinen Alkohol pro Jahr (weltweiter Durchschnitt: 5,8 Liter).
  • Fast eines von drei Kindern in der Europäischen Region ist übergewichtig oder fettleibig.

Hier finden Sie die deutschsprachige Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte des Europäischen Gesundheitsberichts 2021 (PDF).

Der gesamte englischsprachige Bericht „The European Health Report 2021" der WHO Europa steht hier zum Download zur Verfügung.

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