Vulnerable Gruppen

GKV-Bündnis fördert Forschung zu geschlechtsspezifischen Besonderheiten

Mit dem Ziel, ungleichen Gesundheitschancen vorzubeugen und um die Ursachen und Auswirkungen geschlechtsspezifischer Besonderheiten bei Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten zu erforschen, werden vom GKV-Bündnis für Gesundheit insgesamt vier praxisorientierte Forschungsvorhaben gefördert.

Mit dem Bewerbungsaufruf im Vorjahr begonnen, fördert das GKV-Bündnis für Gesundheit seit März 2021 Forschungsvorhaben im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten. Der erste Förderschwerpunkt liegt auf der Erforschung geschlechtsspezifischer Besonderheiten. Im Laufe des Jahres 2021 ist geplant, die Forschungsförderung um einen zweiten Themenschwerpunkt zu erweitern.


Vier Forschungsprojekte zu geschlechtsspezifischen Besonderheiten

Ein unabhängiges Gremium aus 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat vier Forschungsvorhaben zu geschlechtsspezifischen Besonderheiten vulnerabler Gruppen ausgewählt, die über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt 1,76 Millionen Euro gefördert werden:

  1. Gesundheitsverhalten, Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten älterer Frauen. Mit Frauen über 80 Jahren werden qualitative Interviews durchgeführt, die auf die Biographien und die lebenslang erlernten und erlebten Gesundheitsrealitäten fokussieren. Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Daphne Hahn, Hochschule Fulda.
  2.  

  3. Mentale Gesundheit und Gender: Entwicklung und Erprobung einer digitalen Intervention zur (mentalen) Gesundheitsförderung unter informell Pflegenden. Mittels qualitativer Interviews sollen Gendernormen und Genderrollen bei informell Pflegenden bezüglich ihrer Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden analysiert werden. Ansprechpartner: Dr. Tilman Brand, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS.
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  5. Suizidprävention für Männer: Entwicklung und Evaluation von zwei genderspezifischen E-Learning-Programmen für Kontaktpersonen (Gatekeeper) und Männer mit Suizidrisiko. Ansprechpartnerinnen: Prof. Dr. Heide Glaesmer, Universität Leipzig; Prof. Dr. Birgit Wagner, MSB Medical School Berlin; Prof. Dr. Doreen Reifegerste, Universität Bielefeld.
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  7. Gesundheitsförderung in Lebenswelten von Trans*Menschen - GeLebT. Mittels partizipativer Einzel- und Gruppeninterviews sollen Konzepte zur gesundheitsfördernden Gestaltung von Lebenswelten aus Sicht der Zielgruppe entwickelt werden. Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Miriam Tariba Richter, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg; Ansprechpartner: Dr. Tamas Jules Fütty, Europa-Universität Flensburg.
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Weitere Informationen zur Forschung im GKV-Bündnis für Gesundheit finden Sie hier.


BVPG-Blog - Schwerpunkt geschlechtersensible Gesundheitsförderung und Prävention

Lesen Sie dazu auch unseren Blogbeitrag:

BVPG-Interview mit Prof. Dr. Sabine Oertelt-Prigione, Universität Bielefeld und Radboud University Medical Center in Nijmegen, Niederlande: "Geschlechtersensible Gesundheitsförderung und Prävention als Chance!"

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