Offenheit hilft

Start der Offensive Psychische Gesundheit

Das von drei Ministerien initiierte Bündnis startete am 5. Oktober 2020 mit einer digitalen Kick-Off-Veranstaltung. Ziel des bundesweiten Präventionsprojektes ist es, einen offenen Umgang mit psychischen Belastungen in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Ausbildung und im Privatleben zu erreichen. Über 40 Organisationen und Behörden sind dabei und wollen die Präventionslandschaft vernetzen.

Wie bereits bei der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) haben sich das federführende Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zusammengeschlossen. Diesmal steht das Bündnis im Zeichen der Stärkung der psychischen Gesundheit in allen Lebenswelten und -phasen. Denn: Psychische Belastung und psychische Überforderung betrifft in Deutschland jede Altersgruppe. Der offene Umgang damit in der Gesellschaft fehlt jedoch nach wie vor. Über 40 Organisationen und Behörden, darunter auch die BVPG, haben sich als First Starter dem Bündnis angeschlossen und verfolgen drei Ziele:

1) Mehr Offenheit im Umgang mit psychischer Gesundheit bzw. psychischen Belastungen in der Gesellschaft
2) Vernetzung relevanter Akteure stärken
3) Besseren Zugang zu Präventionsangeboten ermöglichen

Auch Prominente, wie Sven Hannawald, ehemaliger Skispringer, und Victoria van Violence, Bloggerin und Autorin, unterstützen die Initiative und tauschten sich mit Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit, Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, und Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit sowie weiteren Vertretenden der First Starter in einer Gesprächsrunde im Rahmen der Kick-Off-Veranstaltung aus. In den sozialen Medien wird unter #OffenheitHilft auf die Arbeit des Bündnisses aufmerksam gemacht.

Die BVPG ist als First Starter dabei, weil sie sich "als ‚Brückeninstanz‘ zwischen Partnern aus Praxis, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik versteht.", so Ute Bertram, Präsidentin der BVPG. "Psychische Störungen seien eine der größten Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Das Zusammenwirken vieler Kräfte sei daher unerlässlich. Die BVPG bietet dazu ihre Plattform und langjährige Expertise an. Darüber hinaus kann die BVPG über ihre Öffentlichkeitsarbeit und Fachveranstaltungen das Thema transportieren und dadurch an wichtigen Stellen Impulse setzen", so Ute Betram weiter.

Das Bündnis ist offen für die Beteiligung weiterer Akteure. Für 2021 sind zwei Dialogveranstaltungen geplant, die Raum für Austausch und Verabredung gemeinsamer konkreter Ziele bieten. Die Erkenntnisse aus den Dialogen werden veröffentlicht.

Mehr Informationen zur Offensive Psychische Gesundheit finden Sie hier.