Deutsches Jugendinstitut

Kindsein in Zeiten von Corona - ein erster Ergebnisbericht

Die Corona-Pandemie beeinflusst nach wie vor unseren Alltag. Ein erster Ergebnisbericht der Studie „Kindsein in Zeiten von Corona“ des Deutschen Jugendinstituts e.V. (DJI) zeigt, wie sich der Alltag und das Wohlbefinden von Kindern verändert haben.

Gesperrte Spielplätze, Notbetreuung in Krippen, Kindergärten und Schulen, fehlender Kontakt zu Großeltern und Freundeskreis - Das DJI hat untersucht, wie Kinder mit diesen Einschränkungen umgehen und wie sie sich auf ihr Wohlbefinden auswirken. Dazu wurde eine quantitative Elternbefragung von Eltern mit Kindern im Alter von 3 bis 15 Jahren durchgeführt sowie eine qualitative Kinderbefragung mit Kindern zwischen 7 und 15 Jahren.


Herausforderung für Familien

Ein Drittel der befragten Eltern berichtet, dass ihr Kind Schwierigkeiten hat, mit der aktuellen Situation zurechtzukommen. 27 Prozent der befragten Eltern stimmen der Aussage eher oder ganz zu, dass sich ihr Kind zurzeit einsam fühlt. Trotz der Empfehlungen springen bei der Betreuung der Kita-Kinder bei 18 Prozent die Großeltern ein. Die Studienergebnisse zeigen auch, dass mit steigendem Alter die Nutzung digitaler Medien bei Kindern und Jugendlichen zunimmt.

Die Befragung, an der rund 8.000 Eltern und Kinder teilnahmen, wurde bundesweit vom 22. April bis 4. Mai 2020 durchgeführt. Voraussichtlich Ende September 2020 wird es einen weiteren Zwischenbericht mit einem anderen Schwerpunkt der Studie geben.

Hier kommen Sie zum ersten Ergebnisbericht der Studie "Kindsein in Zeiten von Corona" mit weiteren Ergebnissen zur Betreuungssituation der Kinder und Kontakt zu Fach- und Lehrkräften, zu Veränderungen in der Zeit- und Freizeitgestaltung sowie zur Situation in den Familien und dem Wohlbefinden der Kinder (PDF).