9. gemeinsamer Präventionskongress

Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege

Rund 220 Teilnehmende, namhafte Referentinnen und Referenten und gut besuchte praxisorientierte Fachforen - dazu Diskussionen, Networking und intensiver Austausch: Der 9. gemeinsame Präventionskongress des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) „Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege“ war ein voller Erfolg.

Der Kongress, der am 2. Dezember in Berlin stattfand, nahm sowohl die wirksame und nachhaltige Prävention und Gesundheitsförderung für Pflegende als auch für Pflegebedürftige in den Fokus.

Birgit Naase, Leiterin der Abteilung Pflegesicherung, Prävention im Bundesministerium für Gesundheit, begrüßte stellvertretend für die Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Weiss die Kongressbesucherinnen und -besucher und hob hervor: "Prävention und Gesundheitsförderung sind für die Pflege von ganz besonderer Bedeutung - und zwar sowohl für die Pflegenden als auch für die Pflegebedürftigen."

Ute Bertram, Präsidentin der BVPG, ergänzte: "Um Prävention und Gesundheitsförderung nachhaltig zu implementieren, muss eine gesundheitsfördernde Organisationsentwicklung in stationären Pflegeeinrichtungen stattfinden."

Den Leitvortrag des Vormittags hielt Prof. Dr. Martina Hasseler, Pflegewissenschaftlerin an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Wolfsburg, zum Stand und zu Perspektiven der Prävention und Gesundheitsförderung in Pflege und zu Potenzialen sowie Hemmnissen der gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Die Konzertierte Aktion Pflege (KAP) und die Umsetzung der KAP-Empfehlungen und Maßnahmen war eines der Schwerpunktthemen beim 9. gemeinsamen Präventionskongress. Darüber hinaus wurde der aktuelle Stand der Implementierung des "Leitfadens Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen" von Ulrike Bode, Leiterin des Referates Pflege des GKV-Spitzenverbands vorgestellt. Der stellvertretende Leiter der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Prof. Dr. Martin Dietrich, hob in seinem Vortrag die Notwendigkeit hervor, die vorhandenen gesundheitlichen Präventionspotenziale im hohen Alter zu nutzen. Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) und Präsident des Deutschen Pflegerates e.V. (DPR) betonte in seiner Rede, dass innerhalb der Einrichtungen ein Kulturwandel stattfinden muss. Führungsverantwortliche innerhalb der Pflege müssen dafür allerdings besser qualifiziert werden, um diesen Veränderungsprozess einzuleiten und durchzuführen.

In den vier praxisorientierten Fachforen am Nachmittag erörterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie es gelingen kann, eine wirksame und nachhaltige Prävention und Gesundheitsförderung für Pflegebedürftige und Pflegende in stationären Pflegeeinrichtungen umzusetzen.

Dr. Beate Grossmann, Geschäftsführerin der BVPG, moderierte den 9. gemeinsamen Präventionskongress.

Seit 2008 gehören die gemeinsamen Präventionskongresse zu den führenden Veranstaltungen im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung. Der 9. gemeinsame Präventionskongress wurde auf Basis der Ergebnisse des 7. gemeinsamen Präventionskongresses "Prävention und Pflege" (2015), der BVPG-Statuskonferenz "Gesundheitsförderung und Prävention in der stationären Pflege" (2017) sowie der aktuellen Entwicklungen konzipiert.

Die Zielgruppen des Kongresses waren Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung und Sozialversicherung sowie themenbezogene Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wohlfahrt und Fachverbänden. Weitere Informationen zum Präventionskongress 2019 finden Sie hier.

Eine umfassende Dokumentation des 9. gemeinsamen Präventionskongresses "Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege" steht Anfang 2020 kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Autor/in

Ulrike Meyer-Funke