12.-14. Mai 2022 | Magdeburg 

71. Wissenschaftlicher Kongress
„Der Öffentliche Gesundheitsdienst — Jetzt die Zukunft”

Der letzte Kongress fand 2019 in Kassel statt. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie sind der Öffentliche Gesundheitsdienst und die Beschäftigten in den Gesundheitsämtern in nie gekannter Weise in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die Pandemie hat die bevölkerungsmedizinische Bedeutung eines funktionsfähigen ÖGD und zugleich die unzureichende personelle und digitale Ausstattung schonungslos offengelegt. In Krisenzeiten wurde sehr schnell deutlich, was hier in den vergangenen Jahren versäumt wurde und was mit einem immensen Kraftaufwand nachgeholt werden muss. Mahnende Stimmen, dass die Gesundheitsämter Krisensituationen wie eine Pandemie nicht ohne Weiteres bewältigen konnten und können, gab es lange genug.

Trotz eines über viele Jahre erfolgten erheblichen Stellenabbaus im Öffentlichen Gesundheitsdienstes wurden im Rahmen der Pandemiebekämpfung die Aufgaben im Infektionsschutz bewältigt, aber auch der subsidiären Versorgung zahlreicher Menschen. Dennoch mussten vielerorts sozialkompensatorische Aufgaben, Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung, der Gesundheitsberichterstattung und auch Reihenuntersuchungen pandemiebedingt eingeschränkt und das Personal im Kontaktpersonenmanagement eingesetzt werden.

Die Politik in Bund und Ländern hat zwischenzeitlich mit dem Pakt für den ÖGD die Zeichen der Zeit erkannt. 4 Milliarden Euro zahlt der Bund an die Länder zur Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Damit sollen bis 2025 Verbesserungen in der personellen Ausstattung und die Digitalisierung der Gesundheitsämter erreicht werden. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hatte am Zustandekommen des Paktes einen besonderen Anteil. Der BVÖGD hat das persönliche Engagement der Bundeskanzlerin für die Stärkung des ÖGD mit der Verleihung der Johann Peter Frank-Medaille gewürdigt, die ihr am 18. August 2021 in einer feierlichen Stunde im Bundeskanzleramt überreicht wurde. Jetzt wird es darauf ankommen, durch die Umsetzung des Paktes auch eine nachhaltige Stärkung des ÖGD zu erreichen.

Die SARS CoV-2-Pandemie, und die daraus abzuleitenden "Lessons learned" sowie der "Pakt für den ÖGD" werden den Kongress inhaltlich prägen. Dabei sollen auch die Auswirkungen auf vulnerable Gruppen wie Kinder und Jugendliche, Menschen mit psychischen Erkrankungen und weitere gesellschaftliche Gruppen betrachtet werden, die man in der akuten Phase der Pandemie nicht im Fokus hatte. Die ersten Erfahrungen mit der Umsetzung des Paktes für einen nachhaltigen personellen Aufwuchs und eine Verbesserung der Digitalisierung in den Gesundheitsämtern werden auf dem Kongress diskutiert. Nicht zuletzt die Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein Westfahlen hat verdeutlicht, dass wir uns im Krisenmanagement anders aufstellen und besser vorbereiten müssen. Auch dies wird thematisch aufgegriffen werden.


(Quelle: www.bvoegd-kongress.de)

 

 

Veranstalter


Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. (BVÖGD) in Kooperation mit Bundesverband der Zahnärztinnen und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. (BZÖG)

Ort

Maritim Hotel, Magdeburg 

Weitere Informationen:

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Anmeldung

 

 

Ansprechpartnerin

Lena Völker

 

m:con - mannheim:congress GmbH
Rosengartenplatz 2
68161 Mannheim
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E-Mail info@mcon-mannheim.de

Website



www.bvoegd-kongress.de
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www.mcon-mannheim.de

Autor/in

Linda Arzberger

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