Digitalisierung

Wirksamkeit von eHealth-basierten Interventionen an Schulen

Früh erlerntes Verhalten findet sich oft auch noch im Erwachsenenalter. Deshalb setzen viele verhaltenspräventive Maßnahmen bereits in der Kindheit oder Jugend an. Eine Studie untersuchte jetzt die Wirksamkeit eHealth-gestützter Interventionen an Schulen.

In dem systematischen Review mit Metaanalyse von Champion et al. (2019) wurden Interventionen berücksichtigt, die digitale Technologien (z.B. Computer oder Tablets) bei der Umsetzung von Interventionen im Setting Schule verwendeten. Im Fokus stehen eHealth-basierte Interventionen, die auf Alkoholkonsum, Rauchen, Ernährung, Bewegung, Sitzverhalten oder Schlaf von Schülerinnen und Schülern abzielen.

Es konnte gezeigt werden, dass sich eHealth-basierte Interventionen im Setting Schule positiv auf die körperliche Aktivität, auf den Verzehr von Obst und Gemüse sowie auf die Zeit vor dem Bildschirm auswirken können. Die Effekte waren jedoch gering und nur unmittelbar nach der Intervention nachweisbar. Keine nachweisbaren Effekte konnten für den Konsum von Alkohol- oder Tabakprodukte oder dem Verzehr von Fetten, gesüßten Getränken oder kleiner Mahlzeiten (Snacks) festgestellt werden.

Das Autorenteam empfiehlt weitere qualitativ hochwertige, auf Jugendliche ausgerichtete Forschung, damit eHealth-gestützte Interventionen an Schulen entwickelt werden können, die auch nachhaltige Effekte auf das Verhalten haben.

Den englischsprachigen Volltext finden Sie hier.

Wenn Sie interessiert, was genau unter dem Begriff eHealth zu verstehen ist, gelangen Sie hier zu einer Begriffsdefinition.

Schüler bei Gruppenarbeit
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Autor/in

Linda Arzberger