DAK-Präventionsradar

Viele Schulkinder leiden unter Schlafmangel

Der DAK-Präventionsradar zeigt, dass Schulkinder in Deutschland zu wenig schlafen. Dadurch steigt das Stressempfinden. Als Ursache für den Schlafmangel werden stark erhöhte Bildschirmzeiten genannt.

Für die repräsentative Studie wurden fast 9.300 Schulkinder der Jahrgangsstufen fünf bis zehn in sechs Bundesländern befragt. Der DAK-Präventionsradar zeigt einen engen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Stressempfinden. Studienleiter und BVPG-Vorstand Prof. Reiner Hanewinkel weist darauf hin, dass der Schlafmangel auf eine zunehmende Nutzung von Bildschirmgeräten (Fernseher, Smartphone, Tablet) zurückzuführen ist. 


Ältere Schüler schlafen zu wenig

Neunt- und Zehntklässler berichten von im Durchschnitt nur rund sieben Stunden Schlaf pro Nacht. Das sind 120 Minuten weniger als empfohlen. In dieser Altersgruppe kommt ein Viertel der Schulkinder auf mehr als vier Bildschirmstunden pro Tag. Da es sich um eine Selbsteinschätzung handelt, ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Nutzung darüber liegen wird. 

Die Studie zeigt zudem einen engen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Stressempfinden. Allerdings reagieren Mädchen und Jungen unterschiedlich auf den Schlafmangel: Fast die Hälfte der Mädchen gibt an, oft oder sehr oft unter Stress zu leiden, bei den Jungen ist es ein Drittel. Die empfundene Stresshäufigkeit nimmt mit dem Alter der Schulkinder zu. 

Der Präventionsradar widmet sich der Kinder- und Jugendgesundheit in Schulen. Die Schuljahre haben eine bedeutende Rolle bei der Verhütung von lebensstilbedingten Erkrankungen. Jährlich werden Schulkinder der Jahrgangsstufen fünf bis zehn zu ihrem Gesundheitsverhalten befragt. Durchgeführt wird der Präventionsradar vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT Nord) aus Kiel und finanziert durch die DAK-Gesundheit. 

Zum DAK-Präventionsradar gelangen Sie hier (PDF)

Gelangweilter Junge
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Autor/in

Ulrike Meyer-Funke