Digitalisierung und Prävention in der Pflege

Pflege 4.0: digitale Prävention in der Pflege

Pflegearbeit fordert sowohl Fachkräfte als auch Angehörige oft über die Belastungsgrenzen hinaus. Digitale Angebote können Pflege erleichtern und die Lebensqualität aller Beteiligten verbessern - und dabei gesundheitsfördernd wirken.

Essen anrichten, Getränke reichen, eine Last heben, Spielepartner sein: Roboter übernehmen schon heute Betreuungs- und Pflegearbeiten. Doch wie stehen die Deutschen zu Digitalisierung und Robotik in der Pflege?

Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands bitkom ergab 2018: Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ab 18 Jahren sieht die Digitalisierung in der Pflege als große Chance. Das sagten 70 Prozent der Befragten. Bereits drei Jahre zuvor kam das Meinungsforschungsinstitut forsa zu dem Ergebnis, dass sich rund 80 Prozent der Deutschen vorstellen können, die Hilfe eines Roboters anzunehmen, wenn sie dadurch länger zuhause leben können.

Und möglichst lange selbstständig und autark zu leben, stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein pflegebedürftiger oder behinderter Menschen, sondern auch ihre Gesundheit. Denn diese Selbstständigkeit gibt ihnen die Chance, sich außerhalb einer professionellen "Rundum-Pflege" oder sehr behütender Strukturen in der Familie eigenständig zu versorgen.

Mit Unterstützung elektronischer und digitaler Helfersysteme können viele hilfsbedürftige Menschen länger im eigenen Wohnumfeld bleiben, was für sie ein Mehr an Privatsphäre, Freiheit, geistiger und körperlicher Beweglichkeit bedeuten kann.

Gutgelaunte ältere Frau © De Visu - Fotolia.com
© De Visu - Fotolia.com

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Quellen

bitkom e.V. (2018): bitkom-Studie

forsa (2016): Service – Robotik: Mensch-Technik-Interaktion im Alltag: Ergebnisse einer repräsentativen Befragung.

Autor

Miliana Sohn

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