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Thomas Algeld
© LVG & AFS  e.V.

Thomas Altgeld 


Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e.V. (LVG & AFS)


Kontakt: vorstand@bvpraevention.de



Werdegang und Erfahrungen

Seit 1993 Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e.V. (LVG & AFS); Studium der Psychologie, Abschluss Diplompsychologe. Arbeitsschwerpunkte: Dialogisch orientierte Gesundheitsförderung, Systemische Organisationsentwicklung und -beratung, gesundheitliche Chancengleichheit, Männergesundheit. Herausgeber der Zeitschrift für Gesundheitsförderung „impu!se”, Vorstandsvorsitzender des Bundesforums Männer — Interessenverband für Jungen, Männer und Väter e.V., Berlin, Mitglied des Vorstandes der Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V., Hannover; Leiter der Arbeitsgruppe 7 „Gesundheit aufwachsen” und der Arbeitsgruppe 13 „Gesundheit rund um die Geburt” von gesundheitsziele.de, Mitglied im Gesundheitsbeirat des Deutschen Olympischen Sportbundes e.V. (DOSB).


Motivation

1. Die COVID-19-Pandemie hat wie ein Brennglas deutlich gemacht, wie wenig gesundheitliche Chancengerechtigkeit in dem drittteuersten Gesundheitssystem verwirklicht ist. Sowohl die Lebensverhältnisse als auch die Gesundheitschancen besonders benachteiligter und besonders privilegierter gesellschaftlicher Gruppen entwickeln sich weiter auseinander. Die sogenannten Kampagnen der Bundesregierungen während der drei Pandemie-Jahre haben gezeigt: So teuer und chancenungerecht darf Prävention in Deutschland nicht weiter inszeniert werden. Die BVPG vereint Organisationen und Initiativen, die es besser können und wissen. Ich glaube nach wie vor an das Konzept der BVPG, als Plattform für die Zivilgesellschaft, als Bündelungsmöglichkeit unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure sowie Konzepte - als Lobbyorganisation für einen breiten Gesundheitsbegriff.

2. Die Rahmenbedingungen für Prävention und Gesundheitsförderung werden sich mit der Umsetzung der Koalitionsvereinbarungen der aktuellen Bundesregierung deutlich verändern (Stichworte dazu sind z. B. Präventionsstrategie, Novellierung des Präventionsgesetzes und Etablierung eines Bundesinstitutes für öffentliche Gesundheit). Die BVPG hat zu allen genannten Prozessen unter der neuen Präsidentin und nach intensiven Diskussionen mit Mitgliedsorganisationen Stellung bezogen und sich in politische Entscheidungsprozesse massiv eingebracht. Diesen eingeschlagenen Weg gilt es fortzusetzen und die Umgestaltung der Rahmenbedingungen in Deutschland für mehr Prävention und Gesundheitsförderung aktiv zu befördern.

3. Die COVID-19-Pandemie hat international wie auch national zu einer veränderten Bereitschaft für mehr Investitionen in Gesundheit und Public Health geführt. Dabei zeigte sich allerdings auch, wo die Grenzen der Medizin liegen und wie sehr Entscheidungen über Präventionsmaßnahmen nicht ausschließlich unter medizinischen Gesichtspunkten getroffen werden sollten. Die effektive Verschränkung von Gesundheitsversorgung und -förderung mit anderen Politikbereichen stellt mehr denn je eine zentrale Herausforderung dar. Eine zunehmend wichtige Rolle der Professionellen in der Gesundheitsförderung wird es dabei auch sein, mehr für eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik einzutreten und andere Systeme in der Entwicklung ihrer Gesundheitsstrategien kompetent zu beraten, Gesundheit in dem Handlungsfeld zum Thema zu machen, zu motivieren, Begründungen zu liefern und Konflikte zu schlichten. Das Profil der BVPG in diese Richtung zu schärfen, ist meine dritte Motivationslinie.

www.gesundheit-nds-hb.de