Thomas Altgeld



Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. (LVG & AFS)



Thomas Altgeld
© LVG & AFS Nds. e.V.

Werdegang und Erfahrungen

Seit 1993 Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V; Studium der Psychologie, Abschluss Diplompsychologe. Arbeitsschwerpunkte: Dialogisch orientierte Gesundheitsförderung, Systemische Organisationsentwicklung und -beratung, gesundheitliche Chancengleichheit, Männergesundheit. Herausgeber der Zeitschrift für Gesundheitsförderung "impu!se", Vorstandsvorsitzender des Bundesforums Männer - Interessenverband für Jungen, Männer und Väter e.V., Berlin, Mitglied des Vorstandes der Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V., Hannover. Leiter der Arbeitsgruppe 7 "Gesundheit aufwachsen" und der Arbeitsgruppe 13 "Gesundheit rund um die Geburt" von gesundheitsziele.de, Mitglied im Gesundheitsbeirat des Deutschen Olympischen Sportbundes e.V. (DOSB).


Motivation

Ich glaube nach wie vor an das Konzept der BVPG, als Plattform für die Zivilgesellschaft, als Bündelungsmöglichkeit unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure sowie Konzepte, als Lobbyorganisation für einen breiten Gesundheitsbegriff. Gesundheitsförderung und Prävention haben sich in den letzten 20 Jahren in Deutschland und den OECD-Ländern zu einem echten Wachstumsmarkt entwickelt, der kontinuierlich steigende Investitionen vorweisen kann. Das 2015 in Kraft getretene Präventionsgesetz hat hier für einen zusätzlichen Ausgabenschub gesorgt und erweitert die präventiven und gesundheitsfördernden Handlungsoptionen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen sowie der Ärzteschaft massiv. Nicht nur die Leistungsausgaben für diese Bereiche wurden insgesamt erhöht, sondern auch neue Strukturen und Leistungsbereiche definiert.

Aber nach wie vor gibt es zu viel Nebeneinander in der Prävention und Gesundheitsförderung, Parallelstrukturen, Über- und Unterversorgung bestimmter Dialoggruppen gleichzeitig. Diese neue Unübersichtlichkeit erfordert einen klaren Blick für Qualität und Wirkung. Deshalb habe ich das Konzept der Statuskonferenzen der BVPG mit entwickelt, das Orientierung im Feld geben soll. Die BVPG kann und soll sich als Sprachrohr für mehr Gesundheit entwickeln und sich verstärkt für Health in All Policies einsetzen. Ein Politikverständnis, das es bislang schwer hat in Deutschland, aber die meisten Gesundheitspotenziale heben kann. Wenn Gesundheit als Querschnittsanforderung an unterschiedliche Sektoren (z.B. Wirtschafts-, Verkehrs-, Landwirtschafts- oder Bildungspolitik) definiert wird und nicht nur teure Versorgung im Krankheitsfall organisiert wird mit einer kleinen Nebenspielwiese Prävention, dann lässt sich gesundheitliche Chancengerechtigkeit herstellen.

Als Schatzmeister sehe ich meine Aufgabe darin, die Finanzierungsbasis der Arbeit der BVPG zu verbreitern und zu diversifizieren.

www.gesundheit-nds.de

Autor/in

BVPG e.V.